Europäische Kooperation

Seit März 2010 gehört die „Regionaal Landschap Kempen en Maasland VZW“ mit dem Projektbüro Nationalpark Hoge Kempen zum Interreg IVB-Projekt WECAN.

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WECAN   steht für „working together for economically prosperous communities through assets of natural heritage".

Ziel dieses Projekts ist folgendes: Feststellung von und Nachweis wie Naturerbe als Katalysator für wirtschaftliches Wachstum genutzt werden kann, und wie es den Gemeinschaften in dicht bevölkerten postindustriellen Regionen Nordwesteuropas zugute kommt.

Die Partner im Rahmen dieses Interreg IV-Projekt sind:

•    Regionaal Landschap Kempen en Maasland VZW (Lead Partner) (B)

•    Groundwork Wales on behalf of the Valleys Regional Park (Wales – UK)

•    Parc Naturel Régional de l’Avesnois (F)

•    Espaces Naturels Régionaux (F)

•    Parc Naturel Régional Scarpe Escaut (F)

Weitere Informationen: www.wecan-interregivb.eu

Diese Partnerregionen werden als dicht bevölkerte postindustrielle Regionen definiert, die die Folgen des Verschwindens der Schwerindustrien, in der Hauptsache des Steinkohlebergbaus und ähnlicher Industrien, zu tragen haben. Diese Regionen zeichnen sich heute durch wirtschaftlichen und sozialen Verfall mit hoher wirtschaftlicher Inaktivität und Problemen infolge des sozialen Ausschlusses aus.

Außerdem haben diese ehemaligen Industriegemeinschaften als gemeinsames Merkmal, dass sie trotz allem um umfangreiche Regionen verfügen, die reich an Naturerbe sind, kombiniert mit einer Zunahme bei frei werdenden Flächen ehemaliger Industriegebiete. Die Vorgehensweise bei diesem Thema sorgt dafür, dass der wirtschaftliche Return ansteigt und Wohlstand, Stolz und Vertrauen gesteigert werden.

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Krise ist es das Ziel, das unterschätzte wirtschaftliche Potenzial des Naturerbes zu verbessern. Die Partner wollen auf innovative Weise zeigen, wie sich dieses Potenzial aktivieren lässt und langfristige Auswirkungen auf neue Investitionen hat und diese verstärkt.

Obschon jede der Partnerregionen spezifische Probleme hat, die sich aus der kulturellen Verschiedenartigkeit ergeben, haben sie vieles gemeinsam; diese gemeinsamen Merkmale sind das Ergebnis ihres postindustriellen Charakters, kombiniert mit ihrer Nähe zu großen Flächen des Naturerbes.

Wir können allerdings feststellen, dass zumindest eine teilweise Entfremdung dieser Gemeinschaften von ihrem Naturerbe als Tatsache angesehen werden muss. Im Gegensatz zu den traditionellen ländlichen Regionen wird Naturerbe in diesen dicht besiedelten postindustriellen Gebieten nur selten als Möglichkeit gesehen, wirtschaftliches Wachstum zu stimulieren.

Aus diesem Grunde möchten wir:

1) übertragbare Techniken entwickeln, testen und auswerten, um das wirtschaftliche Potenzial des Naturerbes in dicht besiedelten postindustriellen Regionen zu untersuchen;

2) innovative Beispiele entwickeln, bewerben, austesten und auswerten, um der Wirtschaft zu zeigen, wie auf verantwortungsbewusste Weise mit Naturerbe umgegangen werden kann;

3) bestehende „Visitor Pay Back“-Mechanismen für das Naturerbe auswerten, geeignete Systeme für postindustrielle Regionen entwickeln und deren Effektivität prüfen, um auf dieser Grundlage Richtlinien für die Nutzung in anderen Regionen zu entwickeln;

4) den sozialwirtschaftlichen Sektor in unseren Gemeinschaften stimulieren, indem die Faktoren, die die Einbindung der Gemeinschaften in das Naturerbe verbessern, aufzuzeigen und auf diese Weise die Chancen auf Beschäftigung zu steigern und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.

Als Ergebnis ist dieses Projekt für die Partner eine einzigartige Chance, um transnational zusammenzuarbeiten, und zwar mit dem Ziel, um sowohl in Theorie als auch in Praxis bessere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie man auf der nachhaltigen Nutzung des Naturerbes aufbauen kann, damit ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum in einer Reihe dicht besiedelter postindustrieller Gebiete von der NWE angeregt werden kann.

Das Gesamtbudget für dieses Projekt beläuft sich auf € 4.131.790,00; davon werden 50 % mithilfe europäischer Subventionen über Interreg IVB – NWE finanziert.


20. Oktober 2011 – Konferenz eVALUEate NATURE

Auf dieser Konferenz werden unter anderem die ersten Ergebnisse des Interreg IVB-Projekts WECAN von den Partnern einem Publikum vorgestellt, dem Entscheidungsträger auf nationaler und internationaler Ebene angehören.

Fast 100 Teilnehmer wurden begrüßt, um gemeinsam die verschiedenen Techniken der Auswertung von Natur zu studieren.

Experten aus Belgien, aus den Niederlanden, aus Frankreich und aus Großbritannien haben über ihre Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Wert der Natur berichtet.

Unten können Sie die Präsentationen herunterladen, die auf der Konferenz eVALUEate NATURE dem Publikum vorgestellt wurden.

Surfen Sie zu www.wecan-interregivb.eu, wenn Sie mehr wissen möchten.